Deia

Zwischen Valldemossa und Sóller – hoch über dem Meer gelegen – in der Serra Tramuntana liegt eines der malerischsten Bergdörfer Mallorcas: Deia. Hier wo einst der berühmte Autor Robert Graves lebte, dem es gelang eine Vielzahl berühmter Persönlichkeiten – Peter Ustinov, Steven Hawking, Ava Gardner und viele mehr – auf die balearische Insel zu locken, ist die Kunst auch heute noch ein wichtiges, ja gar das wichtigste Element. Immer noch gilt der, nördlich von Palma im Tramuntanagebirge liegende Ort als ein, ja gar als DAS Künstlerdorf Mallorcas.

Panorama bei Deia

Panorama bei Deia

Entsprechend des Images ist die Gegend hier jedoch sehr teuer, sowohl für hier wohnende, als auch für Besucher. Die Gastronomie lässt sich ihre gourmetreichen Gerichte gut bezahlen und kostenlose Parkplätze sind für Besucher mit Autos leider rar. Dennoch lohnt sich ein Aufenthalt in diesem malerischen Dorf immer wieder aufs Neue. Die Umgebung wird von einer herrlichen Natur beherrscht, die mit alten Steineichen gesäumt und von diversen Wildbächen durchzogen ist. In der Nähe befindet sich zudem eine fünf Kilometer lange, beeindruckende aber schwer zugängliche Küste.

Berühmt wurde der Ort, besonders in Deutschland, durch die ZDF-Serie „Hotel Paradies“ welche hier Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger Jahre gedreht wurde. Aber zu weltweiter Berühmtheit kam der Ort vor Allem durch die vielen Stars, die sich hier niederließen, wie zum Beispiel auch der amerikanische Schauspieler Michael Douglas, der hier eine Finca als Feriensitz erwarb.

Malerisches Deia

Malerisches Deia

Doch neben all der Stars, Sternchen und Künstlern, die an diesem Ort ansässig sind und durchaus als sehenswert gelten, verfügt der Ort auch noch über weitere Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Robert-Graves-Museum, welches im Juli 2006 eröffnet wurde – eine Stätte, die sowohl Einblick in das Leben und Schaffen des Schriftstellers gibt, als auch immer wieder wechselnde Ausstellungen zu anderen Themen bietet. Auch sollte man hier das Archäologische Museum, das Museum von Son Marroig und das hiesige Kirchenmuseum besuchen, welche beeindruckende – wenn auch eher kleinere –Ausstellungen zu bieten haben. Zudem ist Deia bekannt für sein berühmtes, jährliches Musikfestival im Juli und August, welches so ziemlich jeden Musikgeschmack zu treffen in der Lage ist.

Traditionelle Villa

Traditionelle Villa

Die Einheimischen bezeichnen Deia manchmal auf Grund der vielen Reichen und Stars als das „Geldadelghetto“, aber neben den erlesenen Boutiquen und Galerien, der wilden Naturlandschaft rundherum und der Historie, die besonders im vergangenen Jahrhundert erlesen wurde, bietet dieser Ort auch mit die schönsten und einmaligsten Strände der Insel. Unterhalb des Dorfes befindet sich die Cala Deiá, eine Kieselsteinbucht mit vielen Natursteinhöhlen, die heute als Bootsgaragen genutzt werden. Hier mündet ein Wildbach ins Meer und die Bucht wird von Aleppo-Kiefern und Garigue,  eine mediterrane Strauchheidenformation, umrahmt. Der Strand selber ist eher steil abfallend und besteht aus groben Sand und Kies. Rund um die Bucht hat man außerdem die Möglichkeit in ausgewählten Restaurants ein hervorragendes Mahl einzunehmen. Nicht weit entfernt befindet sich zudem die Platja de Llucalari, eine ebenfalls wunderschöne, kleine Bucht, die hervorragend zum Baden geeignet ist und mit Kiesel, Kies und diversen Felsbrocken einen rauen, aber dennoch beeindruckenden Strand bietet.